uk

   

Deutsch als Fremdsprache

   coe
 DAF      chat  team  lab    cefr

Bas Böttcher im Literatur Café Madrid

 Literatur Café - Poetry Slam

Deutsche Schule Madrid

Av. Concha Espina, 32 | Werner-von-Siemens-Aula
Tel.: 91 786 36 70


Bas Böttchen

Donnerstag, 14.06. 2012 | 20.00 Uhr | Eintritt: 3 € - Schüler frei


„Dichten und Coolness passen plötzlich harmonisch zusammen, so dass auf spielerische, lässige Weise tatsächlich Kunst entsteht - weitab von manch angestrengter Dunstproduktion im Literaturbetrieb [...]“ (FAZ)

"Meine Texte betrachte ich als sinnliche Ereignisse. Sie finden auf Lesebühnen, im Fernsehen, in Literaturhäusern, in Diskotheken, in Bibliotheken, in Büchern, auf Festivals und auf CD statt." (Harald Schmidt)


Poetry-Slam stammt ursprünglich aus Amerika. In den Siebzigern und Achtzigern verwandeln Dichter in New York und Chicago ihre privaten Lesungen in öffentliche Inszenierungen. Später finden Wettbewerbe statt, bei denen das Publikum als Jury herangezogen wird. Die Künstler vermischen Stimme, Klang, Choreographie und Theater. Dabei erfinden sie eine atemlose, neue Literaturform voller Energie.

Bas böttcher war der erste Deutschsprachige, der den Poetry-Slam auf die deutsch Bühne brachte. Für ihn ist Lyrik die Verbindung aus Klang, Zeit und Sinn. Aus diesen Komponenten entstehen die Rhythmik, der Zauber und die Vieldeutigkeit seiner Gedichte. 

Bas Böttcher zählt zu den Mitbegründern der deutschsprachigen Spoken-Word-Szene. Seine Texte gelten als Klassiker der zeitgenössischen Bühnenlyrik. Sie erscheinen in Schulbüchern und wichtigen Sammlungen deutscher Dichtung (Der Neue Conrady, Lyrikstimmen u.a.). Er veröffentlichte zusammen mit Wolf Hogekamp 2005 die erste Poetry Clip DVD. (Voland & Quist/Lingua Video) Im Verlag Voland & Quist publizierte er außerdem die Gedichtbände Dies ist kein Konzert (2006), Neonomade (2009) und Vorübergehende Schönheit (2012).


Autritte bestritt Bas Böttcher u.a. an der Bibliothèque Nationale de France (Paris), an der University of Berkeley (San Francisco), in der Neuen Nationalgalerie (Berlin), im Schloss Bellevue (Berlin), im Kulturpalast (Warschau) und auf der Buchmesse in Peking (2007).

Bas Böttcher ist Erfinder verschiedener Medienformate für Lyrik. Er entwickelte den elektronischen Hypertext „Looppool“ als neue Ausdrucksform im Internet. (Sonderpreis 1998 von Die ZEIT, ARDOnline und IBM), den „Poetry Clip“ als audiovisuelles Format und die Textbox für live Performances. Die Textbox wurde im Rahmen des Woerdz-Festivals (Luzern), im Centre Pompidou (Paris) und auf vielen Buchmessen von Taipeh, über Neu Dheli und Abu Dhabi bis Sao Paulo weltweit ausgestellt.

Bas Böttcher lehrte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, am Deutschen Literaturarchiv Marbach, an der Kulturakademie Baden-Württemberg, am Goethe Institut und an der Universität der Künste in Berlin.

2014 gab Böttcher mit dem Buch „Die Poetry-Slam-Fibel“ (Satyr) die bisher umfangreichste Sammlung von Poetry Slam Stücken heraus. Das Buch vereint 86 Texte und Audio-Stücke zum Thema Sprache von 50 Bühnendichtern und Dichterinnen.

Zusammen mit seinen Kollegen Nora Gomringer und Dalibor Markovic unternimmt Bas Böttcher 2015 eine Tournee durch 10 Literaturhäuser in Deutschland, Österreich (Wien, Salzburg ua.) und der Schweiz (Zürich u.a.).

Für das Pergamon Museum (Berlin), das Sprengel Museum (Hannover), das Goethe Institut, Deutschlandradio, den DFB, Nike, die Hertie-Stiftung und den Rundfunk Berlin Brandenburg führte Bas Böttcher Text- und Auftragsarbeiten aus.

Die NZZ betitelte ihn jüngst als „Pop-Poetry-Pionier“, die FAZ vergleicht ihn mit Jandl und Ringelnatz.

"Mich hat Shakespeares Konzept des Theaters immer fasziniert, wie er mit den Schauspielern zusammenarbeitete und wie er die Worte für das laute Sprechen geschrieben hat. Schlisslich ist die Wurzel für das Wort Sonett das italienische Wort für Klang." (Bas Böttchen)

Einige Gedichte aus Böttchens Werk mit Audio:


Bastian Böttcher, geb. 1974 in Bremen, hat nicht nur den Rap in die deutsche Lyrikszene eingeführt,sondern bringt seit 1993 als Sänger und Texter der Band „Zentrifugal“ [zusammen mit DJ Loris Negro] auch poetische Elemente in die deutsche HipHop-Welt.

1995 gewinnt Bastian Böttcher mit seinen Texten den Poetry Slam der literaturWERKstatt berlin 1995. Daraufhin wird er vom Goethe-Institut zum 'Deutsch-Nuyorican-Poetry-Festival' nach New York eingeladen (Teilnehmer u.a. Durs Grünbein, Thomas Kling, Elke Erb).

1997 siegt Böttcher, der inzwischen Mediengestaltung an der Bauhaus-Universität in Weimar studiert, beim 3. internationalen Poetry Slam in Amsterdam sowie beim 1. deutschen National Poetry Slam in Berlin und ist damit der deutsche Poetry Slam König 1997.

Im gleichen Jahr tritt er bei der Frankfurter Buchmesse auf der Bühne 'Café International' zusammen mit Bob Holman (Mouth Allmighty, Words in your face, MTV) auf. Nachdem seine Rap-Poesie im Dezember eine Woche lang jeden Tag auf dem Kölner Musikkanal vorgestellt wurde, erscheint er mit der Band „Zentrifugal“ im VIVA-Trend-Flash '97. Sein selbstproduzierter Poetry-Video-Clip 'Nachtfahrt' läuft in dieser Zeit bei MTV.

1998 leitet er die erste deutsche Reimschule in Bremen, in der Jugendliche mit Rap und Poesie experimentieren können. Wenn der Poetry-Rapper heute nicht gerade in Weimar seinem Studium nachgeht oder seine Texte in deutschen Szeneclubs (Mojo-Club, Substanz, Maria am Ostbahnhof) präsentiert, ist er oftmals für das Goethe-Institut auf Tournee (Brasilien, Neuseeland und Australien (1999), Kanada, USA, Ireland und UK (2000)).

Ab Oktober 1998 erscheinen Böttchers Texten in verschiedenen Anthologien und Zeitschriften: Das Gedicht (Anton G. Leitner Verlag), Social Beat/ Slam Poetry - Texte für die 90er (Ithaka Verlag), Kaltland Beat. Neue Deutsche Szene,Texte aus der Substanz (SubVers - Verlag).

Seit 2000 arbeitet Bas Böttcher an der Entwicklung und Etablierung des Poetry Clip Formates und veröffentlichte zusammen mit Wolf Hogekamp die DVD Poetry Clips (Vol. 1). Für die Frankfurter Buchmesse 2006 entwickelte Bas Böttcher die Textbox, eine Sprecherkabine aus Plexiglas für Dichter, denen das Publikum über Kopfhörer zuhören kann.




Kommentar veröffentlichen

Neuere Ältere